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Der materielle Anschein

Betrachten wir weiter unser Beispiel:

Ich wollte eigentlich ein Buch schreiben. Es schien mir aber sinnlos, weil ich dachte, es würde sowieso niemand lesen. Dann wurde mir bewusst, dass das ein einschränkender Glaubenssatz ist und ich begann doch zu handeln. Das heißt, ich schrieb das Buch, obwohl es so schien, als würde sich niemand dafür interessieren.

Und nun passierte folgendes:

Es interessierte sich tatsächlich niemand für das Buch. Kein Mensch wollte es lesen.

Ich hatte also meinen Glauben überwunden, geändert oder was auch immer, und genutzt hat es GAR NICHTS!

Und nun ist der Witz folgender:

Die materielle Realität bestätigt meinen Glauben: "Ich wusste es doch gleich, es hat keinen Sinn!"

Und spätestens hier - allerspätestens hier - ist klar: "Ich höre auf, ich mache nichts mehr. Es hat ja doch keinen Sinn."

Oder vielleicht doch nicht?

Jetzt kommt der eigentliche Clou:

Obwohl es von vornherein sinnlos schien und obwohl die Realität meine Annahmen in jeder Hinsicht bestätigt hat, mache ich trotzdem weiter. Ich folge trotzdem weiter meinem Glauben, dass es möglich ist, obwohl bisher alles dagegen sprach:

Ich schreibe ein weiteres Buch.

Das ist hirnrissig, sinnlos, idiotisch, vergebene Liebesmüh und was weiß ich. Aber ich tue es trotzdem, weil ich es will. (Und weil es eigentlich ums Schreiben geht und nicht um die Kohle.)

nächstes Kapitel: Der Glaube versetzt Berge